ACTA

Bürgerrechtler: Offener Brief gegen ACTA

Ein internationaler Verbund von Bürgerrechtlern hat sich mit einem offenen Brief zum Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA) an die EU-Kommission und das Europaparlament gewandt. Ihre Forderung: Die geheimen Verhandlungen mit den USA seien sofort zu öffnen.

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Wie erwartet: Plädoyer der Musikindustrie für die Data Retention

Wie erwartet will die Musikindustrie Zugang zu den Daten der Voratsdatenspeicherung (zumindest in Deutschland - was aber kaum einen Unterschied macht... vorläufig). War ja klar dass der Spruch "Die Daten werden nur für die Terrorabwehr und zur Verfolgung schwerer Straftaten verwendet" mehr Schmäh als Ernst war. Ich frag' mich allerdings, ob dann in Zukunft Urheberrechtsverstöße nun als schwere Straftaten anzusehen sind oder einfach die Zugriffsbeschränkungen derart gelockert werden, dass auch die Buch-, Film- und Musikindustrie darauf zugreifen kann/darf.

» heise.de Newsticker | Plaedoyer der Musikindustrie für die Vorratsdatenspeicherung

bzgl "wie erwartet":
» seliqui.at | ARGE Daten kritisiert Data Retention

Tauschbörsennutzer als "Produktfälscher"

Am Montag hat die EU-Kommission einen Vorschlag zum Schutz von Kosmetika, Lebensmitteln, Autoersatzteilen und Spielzeug gegen Produktpiraterie veröffentlicht.
Am Dienstag begrüßte der Weltverband der Musikindustrie den Vorschlag und verlangte,
die auf freiwilliger Basis geplanten Maßnahmen im "legislativen Rahmen zu stärken".
Muster ist das gleichfalls Dienstag verabschiedete Netzsperrengesetz Frankreichs.
 

Ein Abschnitt, dem meiner Meinung nach besondere Aufmerksamkeit gebührt:
(bzgl dem HADOPI-Netzsperrengesetz aus Frankreich, das am Dienstag mit 285 zu 225 angenommen wurde)

"Private Filesharer - denn um die geht es - werden nicht nur nach wiederholten Verstößen gegen das Urheberrecht ("Three Strikes out") vom Internet-Zugang ausgeschlossen.
Dazu werden sie mit "Produktfälschern" gleichgesetzt, die Beschuldigten können also wegen "Fälschung" - einem Betrugsdelikt - zu einer Geldstrafe bis zu 30.000 Euro oder zu einer Gefängnisstrafe von bis zu zwei Jahren verurteilt werden. So hätte es die IFPI gerne in ganz Europa, und es ist nicht unwahrscheinlich, dass das auch so kommen kann."

» Hier gehts zum Artikel von Erich Möchel für die ORF Futurezone.

Verbraucherschützer: Pause für ACTA, keine Internetsperren

Verbraucherschützer aus Europa und den Vereinigten Staaten fordern mehr Transparenz bei den Verhandlungen über das internationale Anti-Piraterie-Abkommen ACTA (Anti-Counterfeiting Trade Agreement). In einem Positionspapier (PDF-Datei) zu geistigen Eigentumsrechten spricht sich die Dachorganisation Transatlantic Consumer Dialogue (TACD) für eine Unterbrechung der ACTA-Verhandlungen aus, solange bis der komplette Entwurf des Abkommens veröffentlicht wurde. Darüber hinaus beziehen die Verbraucherschützer Stellung gegen Internetsperren bei Urheberrechtsverletzungen.

» heise.de | Verbraucherschützer: Pause für Anti-Piraterie-Abkommen ACTA, keine Internetsperren

Neues von ACTA

http://members.shaw.ca/mrayner/intproptheft.jpg

Info:
"Wem ACTA nichts sagt - es handelt sich um das 'Anti-Counterfeiting Trade Agreement', welches u.a. gegen Produktfälschungen gerichtet ist. Kritiker beanstanden allerdings, dass es hauptsächlich von Lobbyisten hinter verschlossenen Türen geschrieben wird und sich nicht allein gegen zb gefälschte Turnschuhe richtet.
Unter anderem soll ACTA (soweit bekannt) auch die Produktion und den Vertrieb von Generika erschweren und auch in weiterer Folge die Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen im Internet regeln.
"

Von Filmkopierern, organisiertem Verbrechen und Terroristen

"...Eine Studie des Forschungsinstituts RAND versucht Zusammenhänge zwischen dem organisierten Verbrechen, Urherberrechtsverletzungen und Terrorismus herzustellen. In dem
182-seitigen Dokument mit dem reißerischen Titel "Film Piracy, Organized Crime, and Terrorism"
äußern die Autoren die Vermutung, dass Terroristen sich auch über
Filmpiraterie finanzieren könnten. Schon der Vorspann greift vage und

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